Innovation Jam

IBM macht´s vor. Und das seit 2001. Und mit mittlerweile über 300.000 Menschen, deren kognitives Wissen in vordefinierten Themenbereichen gefragt war. 2006, im Jahr des bislang größten IBM Innovation Jams mit allein über 150.000 TeilnehmerInnen aus 67 Ländern, waren das die zukunftsträchtigen Felder Umwelt, Gesundheit, Mobilität und die Wirtschaft von morgen

Das Prinzip eines Innovation Jams ist ganz simpel: Stelle eine Menge Geld zur Verfügung, definiere die strategisch wichtigsten Kernbereiche deines Unternehmens, mache deine Absicht publik und nutze die kollektive Intelligenz abseits der Riege des Topmanagements. Der Anreiz, bei einem Wettbewerb dieser Größenordnung in virtuellen Sitzungen mitzumachen, lässt kreative Köpfe sprudeln und breites Wissen sichtbar werden. Die dahinter stehende Logistik ist eine andere Frage, in Hinblick aber auf den Output durchaus lohnend: 2006 wurden in der ersten Phase an die 37.000 Ideen zusammengetragen, in der zweiten Phase dann ein paar Dutzend rein geschliffen.

Förster & Kreuz, unsere LieblingsquerdenkerInnen im spannenden Businessbereich, berichten: Bei der Hälfte der letzten zehn Projekte handelte es sich um neue, bessere Ansätze von bereits bestehenden IBM-Projekten. Die anderen fünf Projekte waren für IBM vollkommen neu. Insgesamt waren ein Jahr später acht der Projekte immer noch aktiv. Zwei andere wurden nicht aufgegeben, aber vorläufig auf Eis gelegt. Alles in allem war der Innovation Jam zukunftsweisend. [aus: Nur Tote bleiben liegen, S. 122]

Was sagt uns das?

Nutzung des kollektiven Wissens

Wenn Unternehmen lernen, aus dem Wissenspool vieler kreativer Köpfe zu schöpfen, allen Ideen anfangs mit gleicher Offenheit zu begegnen, transparent zu selektieren und schließlich mittels strategischer Entscheidungsfindung zu Topideen zu gelangen, dann kostet das natürlich eine Menge Geld, dessen Investition sich aber allemal lohnt! Denn: Es kostet schlicht viel Geld, bestimmte Ideen und Informationen nicht zu haben. Es kostet viel Geld, Chancen nicht zu nutzen. Es kostet viel Geld, Effizienzpotenziale nicht zu haben. [ebd., S.123] (erh)

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